Beitragsbild: Simone Brüggenthies

Ausflüge

Abenteuer Wald: 21 Stationen voller Entdeckungen

Ein Erlebnispfad im Teutoburger Wald, der Groß und Klein begeistert

Ein Pfad, der mehr als nur ein Weg ist

21 Stationen, drei Kilometer und unendlich viele Entdeckungen: Wer würde denken, dass ein Ausflug in den Wald so viel mehr sein kann als nur ein Spaziergang?

Wir sind im Teutoburger Wald unterwegs. Hier, zwischen Halle und Werther, wird aus einem normalen Familienausflug ein kleines Abenteuer – mit Rätseln, Balancierspaß und Geschichten, die selbst die Fantasie der Erwachsenen beflügeln. Bereit, den Wald mit allen Sinnen zu erleben?

Der Frühling strahlt in den kräftigsten Farben. Wir tauchen ein in sattes Grün, springen von Sonnenfleck zu Sonnenfleck auf dem mit Blätterkonfetti übersäten Waldboden.

Los geht’s: Der Walderlebnispfad ruft

Vom Wanderparkplatz am Haus Ascheloh (zwischen Werther und Halle) sind es nur wenige Meter, bis wir den ersten Hinweis zu unserer neuesten Wanderroute entdecken: dem Walderlebnispfad, konzipiert vom BUND/Kreisgruppe Gütersloh. Den gibt es schon seit 1998 und hat nun eine Auffrischung erfahren. Die Natur hat hier viel Spannendes zu bieten. Und das offenbart sich – wenn du wie ein Wolf die Ohren spitzt, mit Adleraugen Pflanzen und Tiere beobachtest und alle Stationen im Schneckentempo erkundest.

Im Vorfeld hatten wir uns ein wenig eingelesen, u.a. in die Informationsbroschüre der Kreisgruppe. Und so sind unsere Erwartungen nicht gerade klein. 21 Stationen sind schon eine Ansage. Sie begleiten uns auf dem circa drei Kilometer langen Rundweg. Gleich an der ersten Station erfahren wir etwas über fliegende Krabbeltiere – anhand eines Insektenhotels und passender Infotafeln. Die Abstände zwischen den Infostelen sind gerade so kurz oder lang, dass unsere Kinder zu keinem Zeitpunkt das Interesse am Suchen, Finden und vor allem am Wandern verlieren.

Ein Wald voller Magie und Wissen

Wir laufen und genießen das Erwachen der Vegetation. Grün in allen Schattierungen umgibt uns, und immer wieder bricht das strahlende Blau des wolkenlosen Himmels durch das Blätterdach, das jetzt von Tag zu Tag dichter wird. Wir betreten den Beerenpfad und fühlen uns in die Chroniken von Narnia versetzt. Ein grüner Tunnel, auf dem schon etwas gekraxelt werden muss, um unbeschadet von Station 12 bis 17 zu gelangen. Wir wandern auf diesem verwunschenen Teil der Strecke, erfinden dabei Geschichten und enträtseln weitere Aufgaben. Der Weg ist an allen wichtigen Weggabelungen durch Schilder deutlich gekennzeichnet – Verlaufen somit keine Gefahr.

Auf der Strecke erfahren wir etwas über den Sonnenbrand bei Birken, balancieren auf Holzstämmen, formen Bodenmurmeln, lernen, warum Totholz so wichtig für Flora und Fauna ist, drehen regelrecht am Rad und lauschen der Musik des Waldes.

Ein Ausflug, der alle Sinne schärft

All unsere Sinne werden geschärft, und jeder von uns – Groß wie Klein – nimmt neue Erkenntnisse mit. Die Strecke ist gerade passend lang, und die Untergründe auf den Wanderwegen sind für gute Läufer ab Kleinkindalter gut zu bewältigen. Nur mit Kinderwagen oder Buggys sind manche Abschnitte nicht befahrbar.

Fazit: Ein Muss für kleine und große Naturforscher

Der Teuto liefert hier mal wieder den Beweis, dass man nicht immer weite Wege auf sich nehmen muss, um was zu Erleben. Denn das Gute liegt oftmals auch ganz nah. Man muss es nur kennen. Ein Lob an die Initiatoren vom BUND. Dieser besondere Abschnitt mit seinen Lernstationen liefert neben Erholung auch noch jede Menge Wissen über und Erfahrung mit der Natur. Nachahmung empfohlen.

Adresse: Grüner Weg 44, 33790 Halle (Westfalen)
21 Stationen, Länge: circa 3 km, Picknickplätze, Nicht für Kinderwagen etc. geeignet
https://bund-gt.de/themen-und-projekte/naturschutz-projekt-walderlebnispfad




Simone Brüggenthies-Peitz

Schau gern mal hier vorbei