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milkids August-September

Liebe Freunde von milkids, 

„Typisch Junge!“ – „Sie ist einfach kein Mathe-Typ.“ – „Er ist immer so chaotisch.“ Solche Urteile werden schnell gefällt. Erwachsene tun es, und Kinder übernehmen es oft unreflektiert: Wir stecken gerne Menschen in Schubladen, reduzieren sie auf eine Eigenschaft, ein Fach, ein Verhalten. Schwarz oder weiß, gut oder schlecht, Mathe oder Sprache – als gäbe es dazwischen keine Farben, keine Nuancen, keine Entwicklung. 

Aber das Leben ist bunt. Und Kinder sind es auch. Wenn wir ihnen von klein auf vermitteln, dass sie nur dies oder nur das sein können, nehmen wir ihnen die Chance, sich auszuprobieren, zu wachsen, zu überraschen. Der Junge, der „immer albern“ ist, wird dann nicht ernst genommen, wenn er mal tiefgründige Gedanken hat. Das Mädchen, das sich für „schlecht in Mathe“ hält, verliert die Motivation am Rechnen. Eine Studie von Professor Fabian Wolff von der Universität Bielefeld zeigt, dass solche Selbstbilder als „Mathe- oder Sprachtyp“ keineswegs festgeschrieben sind – sie lassen sich verändern. Das ist für Kinder und ihre Entwicklung nicht unwesentlich. Denn wer sich früh festlegt, verpasst die Chance, Neues zu entdecken. Auch wir Erwachsene sind nicht nur das, was andere in uns sehen.  

Das Leben ist bunt, Familie ist bunt. Das zeigen wir euch auf den nächsten Seiten, die wieder voll sind mit Tipps. Ganz viel Input also, um Neues auszuprobieren und zu entdecken.   

Genießt die Ferien und viel Spaß bei der Lektüre!

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