Alltag

Abenteuer unterm Sternenhimmel

Zelten – ein Trip mit Kids richtig planen

Was bleibt in Erinnerung an schöne Familienurlaube und kleine Auszeiten? Es sind weniger die Hotelzimmer als vielmehr erlebte Abenteuer wie ein Lagerfeuer am See.

Warum Zelten mit Kindern ein unvergessliches Erlebnis ist

Zelten kann ein solches Abenteuer und auch Lösung für einen entspannten Ferien- oder Wochenendtrip mit Kids sein. Das klappt am besten mit guter Planung, richtiger Ausrüstung und dem passenden Zeltplatz.

Ferien unter dem Stoffdach bieten Familien durchaus Vorteile, denn dort können die Kinder oft selbstständig die Umgebung erkunden und neue Freunde kennenlernen. Das ist für Eltern entspannend, denn sie können in der Zeit, in der die Kids unterwegs sind, mal ausspannen und mehr als ein paar Sätze im Lieblingsbuch lesen.

Die richtige Ausrüstung: Checkliste für entspanntes Camping

Der Zeltkomfort steht und fällt mit der Ausrüstung. Proficamper haben jede Menge Utensilien griffbereit: Kocher, Campingtisch und -stühle, Besteck, Geschirr, Töpfe und natürlich Schlafsäcke, Isomatten und Kuschelkissen sowie diverse Nützlichkeiten wie Wäscheleine plus Klammern, Spül- und Putzsachen, Müllbeutel, Windlicht für lauschige Abende. Wer das vollständig und zum Abhaken möchte, findet eine ausführliche  Checkliste auf der Website des Bundesverbands Campingwirtschaft in Deutschland: www.campingplatzdeutschland.de.

Das perfekte Familienzelt: Größe, Komfort und Wasserdichtigkeit

Familienzelte sind riesig, nicht so leicht aufzubauen wie kleine Iglus, aber unbedingt sinnvoll für Reisen mit mehr als zwei Personen. Der Vorteil: Keiner kriecht auf dem Boden herum und mitgenommene Klamotten und Campingutensilien können übersichtlich verstaut werden. Das Vorzelt ist Flur, Gepäckraum und bei schlechtem Wetter auch mal Aufenthaltsraum oder Küche. Wer also mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich nicht von der Größe eines Familienzeltes abschrecken lassen. Manche haben mehrere Schlafkabinen, so dass die Kinder sich im eigenen Bereich ausbreiten können.

Die Zelthaut sollte unbedingt wasserdicht sein, entscheidend ist die Wassersäule. Laut DIN-Norm gilt Material ab 1.300 Millimeter als wasserdicht. Der Wert gibt die Höhe des Wasserdrucks an, den Zeltwand und -boden aushalten – Zelte sind entsprechend gekennzeichnet. Wer sich nicht sicher ist, ob Zelten etwas für ihn ist, sollte sich besser erst einmal ein Zelt leihen oder gebraucht erwerben.

Schlafsysteme: Was Kinder wirklich brauchen

Auch bei Isomatte und Schlafsack am besten im Fachhandel beraten lassen. Daunenschlafsäcke sind für Babys und Kleinkinder nicht gut geeignet: Denn sollte es mal zu Pipiunfällen kommen, lassen sich Kunstfaserschlafsäcke wesentlich besser waschen und schneller trocknen. Sind die Schlafsäcke noch zu lang, kann man sie unten abbinden und so mehrere Jahre lang verwenden. Als Schlafunterlage sind selbstaufblasbare Isomatten gut geeignet, da sie eine gute Isolierung gegen Kälte bieten, bequem und rückenfreundlich sind. Luftmatratzen sind aber oft sperriger und isolieren kaum bis gar nicht. Klassischen Schaumstoffmatten sind zwar leicht und dünn, doch merkt man tatsächlich jede Unebenheit.

Um Chaos zu vermeiden, hilft es Ordnung zu halten.

Hilfreich ist ein ausgeklügeltes System mit Klappkisten, Kästen und Taschen für Küchenutensilien, Lebensmittel, schmutzige Wäsche, Klamotten, Handtücher . . . Aber nicht vergessen – Campingsurlaub heißt: Ein bisschen Chaos gehört einfach dazu! Allerdings ist es nützlich und hilfreich, die Plane im Vorzelt regelmäßig auszufegen (Handfeger und Schaufel gehören auch ins Gepäck), damit das Outdoor-Schlafzimmer nicht komplett versandet.

Spielzeug: Weniger ist mehr

Kleinteilige Spielzeuge wie Legosteine oder Playmobil-Figuren bleiben besser zuhause, wenn man das Drama wegen verlorener Lieblingsfiguren vermeiden will. Im Übrigen finden sich in der Natur mit Stöckchen, Muscheln und Steinen ruckzuck andere Spielfiguren. Viel wichtiger für den Outdoorurlaub sind Taschenlampen für eine Nachtwanderung, Schnitzmesser für die Stockbrotstöcke und Bänder für Pfeil und Bogen. Sollte es mal regnen, kann man sich die Zeit mit Karten- oder Gesellschaftsspielen vertreiben.  Ansonsten findet das Leben in der Regel draußen statt.

Fazit: Rein ins Abenteuer!

Also Bälle und Frisbee mit ins Gepäck nehmen und dann rein ins Abenteuer!

Suse Lübker

Schau gern mal hier vorbei