Das muss dran ans Rad

Bei Kinderfahrrädern lautet das oberste Gebot: Sicherheit geht vor

Modische Details sind nicht immer zielführend. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) gibt Empfehlungen, worauf bei der Ausstattung geachtet werden sollte.
Hier ist die Checkliste. Dann steht einem Ausflug ja nichts mehr im Weg.
 

Licht:
Auch bei geringem Tempo leuchtet ein Halogenscheinwerfer besonders hell. Ein Rücklicht mit Standfunktion ist empfehlenswert. Ein Nabendynamo läuft leichter und
lässt sich einfacher einschalten.

Schaltung:
Mit den robusten Nabenschaltungen können Kinder auch im Stand schalten und weiterhin mit Rücktritt bremsen. Mit einem Drehschalter am Lenker gewöhnen sie sich sehr schnell ans Schalten.

Bremsen:
Kinder lernen recht schnell, mit Felgenbremsen umzugehen. Die geringen Betätigungskräfte moderner Felgenbremsen sind für sie niedrig genug. Wichtig ist allerdings, dass die Vorderbremse nicht zu stark greift, sonst wird das Rad zum Katapult. Auf eine Rücktrittbremse wird immer häufiger verzichtet.

Gepäckträger:
Er transportiert Schul- oder Sporttasche und entlastet so den Rücken des Kindes. Ein Korb oder eine Packtasche für längere Touren sind sinnvolle Ergänzungen.

Schutz vor Schmutz:
Ein geschlossener Kettenkasten ist an Spielrädern Pflicht. Er bewahrt Hosenbeine und Schnürsenkel davor, sich zwischen Kette und Kettenblatt zu verfangen. Auch gute Schutzbleche schützen die Kleidung.

Lenker:
Dieser sollte höchstens zehn Zentimeter breiter sein als die Schultern des Kindes – und über rutschsichere Griffe mit verdickten Enden verfügen. Im mittleren Bereich des Lenkers ist ein fest sitzender Aufprallschutz sinnvoll.

Reifen:
Eine glatte Manteloberfläche hat ein besseres Brems- und Kurvenfahrverhalten als Reifen mit grobem Profil. Reflexionsstreifen sind besser als Speichenreflektoren.

Pedale:
Sie sollten rutschsicher sein, aber keine scharfen Kanten aufweisen. Pflicht sind gelbe Reflektoren auf beiden Seiten.

Fahrradständer:
Aufstellen statt hinwerfen – mit einer funktionierenden Stütze wird das Rad im Alltag geschont.

Zubehör:
Die hell tönende, robuste Klingel sollte nicht schon nach den ersten Stürzen ihren Geist aufgeben. Kindgerechte Schlösser können spielerisch ans Abschließen heranführen. Für ältere Kinder eignen sich hochwertige Seilschlösser, die lang genug sind, um das Rad nicht nur ab-, sondern auch anschließen zu können. Da Schlüssel leicht verloren werden, ist ein Zahlenschloss eine gute Alternative.