ANZEIGE
ANZEIGE


 


 

Gössel-Golfen in Extertal

Stiefel am Stiel

Die Idee für das Gössel-Golfen kam Christian Zurhellen beim Fegen der Stallgasse. Gemeinsam mit seiner Frau Verena führt er den Pferdebetrieb Landhaus Wittensiek mit Gästezimmern und Café im Extertaler Ortsteil Göstrup. „Wir wollten eine besondere Freizeitaktivität anbieten und unseren Geländeritt-Parcours umgestalten“, erinnert er sich.

Könnte man nicht aus dem Besen einen Schläger machen? Gesagt, getan: Seit Frühjahr 2012 wird in Extertal im Lippischen Bergland Gössel-Golf gespielt. Von April bis Oktober ziehen regelmäßig Gruppen bis zehn Spieler mit Besenstielen, an denen bunte Kindergummistiefel befestigt sind, bunten Plastikbällen und Bollerwagen mit Verpflegung über das ehemalige Weideland.

1,5 Kilometer lang ist der Parcours, der direkt am Haus startet:Zehn Bahnen von 50 bis 100 Metern Länge sind zu meistern. Und weil die Strecke über Pferdewiesen und Bäche, durch den Wald und vorbei an mehreren Teichen etwas holprig daherkommt, nimmt der Ball auch nicht immer die vom Spieler vorgesehene Route. „Das ist vor allem in Gruppen sehr lustig“, meint Christian Zurhellen, der eine Partie für Familien mit Kindern ab acht Jahren empfiehlt. „Hinzukommen noch solche natürlichen Hindernisse wie Bäume, Maulswurfshügel oder der ein oder andere Pferdeapfel“, ergänzt Zurhellen. Das Ziel jeder Bahn: eineimern. Denn ist der Ball nach möglichst wenig Schlägen über, unter oder durch bunte Rohre, Reifen, Rutschen, Bäume oder Baumstämme gelangt, muss er – sichtbar durch einen Wimpel – in dem Eimer im Boden landen.

Wie beim Minigolf wird die Anzahl der Schläge gezählt. Wer am wenigsten benötigt, gewinnt. „1,5 bis 2 Stunden sollte man einplanen“, erklärt der Erfinder und erzählt, woher der Name für den Sommerspaß stammt: Gössel-Golf bezieht sich auf Gösseltrup, den früheren Namen des Ortsteils Göstrup. Dieser wiederum verweist auf die Gösseln, die kleinen Gänse auf dem Land. Als Belohnung lässt sich danachauf der Terrasse des Hofes der Panoramablick über das Extertal genießen.

Und wer noch nicht zu müde ist, entdeckt das Wanderwegenetz im Extertal, etwa den Gösselgang: Folgt man über das Gössel-Golf-Gelände der kleinen, gelben Gans auf rot-schwarzem Grund, erlebt man einen 4,2 Kilometer langen, abwechslungsreichen Rundweg durch Wälder und über Wiesen mit Ausblick bis zu den Weserbergen. 

Info: Das Café im Landhaus Wittensiek hat sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungszeiten sind nach Anmeldung möglich. Für Gössel-Golf und Wanderung werden feste Schuhe empfohlen.

www.goessel-golf.de